Zum Schuljahr 2026/27 ist unsere Schule in den GL – das Gemeinsame Lernen – gestartet. Damit können wir der Rolle der Grundschule als Schule für alle Kinder gerecht werden. Hier ist jeder willkommen – unabhängig von besonderen Bedürfnissen und Kompetenzen.

Um allen Kindern gerecht werden zu können, versuchen wir die Ausstattung der Klassen zu verbessern. Dabei unterstützt uns der Schulverein tatkräftig und auch die Gelder aus dem Sponsorenlauf nutzen wir zum Teil für diese Ausstattung.

Dazu gehören unter anderem Fidget Toys, die der Schulverein im letzten Jahr für alle Klassen angeschafft hat. Diese dienen dem Stressabbau, der Entspannung und fördern die Konzentration. Fidget Toys sind wertvolle Helfer, die dazu beitragen können, dass Kinder in der Schule ruhig, konzentriert und aufmerksam lernen. Durch Drücken, Berühren, Drehen und Bewegen helfen die leisen Lernbegleiter den Kindern beim Fokussieren und in der Selbstregulation.

Schon im Jahr davor konnte der Schulverein weitere Kopfhörer und Lernbüros für die Klassen anschaffen. Diese bieten Kindern, die mehr Ruhe und Fokussierung benötigen, die Möglichkeit, sich stärker abzuschirmen. Hier gilt der Dank auch einer Familie, die weitere Kopfhörer gespendet hat.

Geplant ist noch ein grünes Klassenzimmer. Dabei bieten Baumstämme den Rahmen im Schatten der Schule einen Sitzkreis für eine ganze Klasse zu bilden und dort Klassengespräche zu führen.

Für das bewegte Lernen verfolgen wir zwei Stränge. Sattelhocker, Hokki, mobiler Sitztisch und Ballkissen ermöglichen selbst im Sitzen mehr Bewegung. Tischaufsätze und selbstgebaute Tische zum Einhaken bieten die Möglichkeit auch im Stehen zu arbeiten.

Neben der sächlichen Ausstattung gibt es Ergänzungen rund um den Unterricht.

In der Kindersprechstunde haben Lehrkräfte Zeit und einen ruhigen Rahmen, um sich den Sorgen der Kinder zu widmen.

Ein neues Angebot ist in diesem Schuljahr die Erholungsstunde. Kinder, denen die Situation in der Klasse aus unterschiedlichen Gründen zu viel wird, bekommen in der Erholungsstunde ein alternatives Unterrichtsangebot, dass sich stärker an ihren persönlichen Bedürfnissen orientiert.

Auch im Pausenbereich verschreiben wir uns dem Gedanken der Individualität. Die Ruhepause – begleitet durch unsere Schulsozialarbeiterin Josefine Warneke – ermöglicht Spiele in ruhiger Atmosphäre. Kinder, denen der Trubel auf dem Schulhof während der großen Pause zu viel ist, dürfen sich im Rahmen der alternativen Pause austoben.

Um dem Bewegungsdrang der Kinder durch den ganzen Tag gerecht zu werden, versuchen wir auch täglich parallel zum offenen Anfang eine Bewegungspause draußen anzubieten. Im offenen Anfang können alle Kinder in Ruhe in der Schule ankommen und mit Lehrkräften und Kindern in Kontakt treten.

Besonders in der Schuleingangsphase können die Basiskompetenzen durch unsere sozialpädagogische Fachkraft in der Schuleingangsphase, Liberata Lopes, gefördert werden.

Weitere Bausteine sind das DKidS-Projekt sowie die Freunde-Bank auf unserem Schulhof, die beide zum Ziel haben, die psychologische Sicherheit der Kinder zu fördern. Die Freunde-Bank steht auf unserem Schulhof und wer auf ihr Platz nimmt, signalisiert, dass er oder sie jemanden zum Spielen sucht.

Beim DKidS-Projekt gehen wir in den ersten beiden Wochen nach den Sommerferien aus den Klassen in den Wald, auf Spielplätze in der Umgebung und mit den Erstklässler:innen zunächst auf den Schulhof. Hier werden freie Situationen geschaffen, in denen sich die Kinder gegenseitig besser kennenlernen können und Gruppenprozesse initiiert werden. Am Ende des Tages reflektieren wir mit den Kindern zu der Frage „Wie gehen wir miteinander um“. Dadurch soll der Gruppenzusammenhalt, die Verantwortungsübernahme für und in der Gruppe sowie die psychologische Sicherheit der Kinder gestärkt werden. Diese ist die Voraussetzung für kognitives Lernen.

 

Im Laufe des Schuljahres greifen wir den DKidS Gedanken in den wöchentlichen Klassengesprächen zur Fragestellung „Wie gehen wir miteinander um“ sowie an weiteren DKidS-Tagen jeweils am Tag nach den Ferien auf.